Weltamateurfunktag und: Was ist dieses Amateurfunk?

Gestern war Weltamateurfunktag.

Mit diesem Tag möchte die International Amateur Radio Union (IARU) an ihre Gründung am 18. April 1925 erinnern.

Aus diesem Anlass hat der OV Werl (O49) des Deutschen Amateur Radio Clubs eingeladen, sich mal anzuschauen, was Amateurfunk ist. Es gab Essen und Getränke und es wurden viele Fragen gestellt und sogar ein wenig mit dem Rufzeichen DN4IA gesendet.

Es waren etwa 5-10 Interessierte Leute da, genau weiß ich es nicht. Ich habe knapp eine Stunde mit einem SWL Funkbetrieb gemacht. Er lernt gerade für seine Prüfung und er gehört noch zur Altersklasse der Jugendlichen. Ansonsten war noch ein Student da und einige wollten sich dieses außergewöhnliche Hobby anschauen.

Nebenbei habe ich dann am Funkgerät unter dem Clubstations-Rufzeichen DK0YA noch eine Station in Kasachstan, Sri Lanka, sowie einige deutsche Stationen gesprochen.

Mehr dazu:

DARC e.V. http://www.darc.de/home/details/article/am-18-april-ist-weltamateurfunktag-2/

IARU http://www.iaru.org/world-amateur-radio-day.html

Als Beisitzer bei einer Amateurfunkprüfung

Heute war ich Beisitzer bei einer Amateurfunkprüfung. Das wurde ich dadurch, dass ich auf der HamRadio einfach mal am Stand der Bundesnetzagentur gefragt habe. 🙂

Hier möchte ich einmal den Ablauf einer Amateurfunkprüfung schildern. Dies kann natürlich nur aus der Sicht des Beisitzers geschehen.

Etwa eine Stunde vor Prüfungsbeginn war ich schon bei der Bundesnetzagentur Außenstelle Dortmund und habe den gut ausgeschilderten Raum schnell gefunden. Zuerst wurde mein Ausweis kontrolliert und mein Name wurde nicht auf der Liste gefunden. Ich wieß daraufhin, dass ich als Beisitzer da bin. Daraufhin habe ich mir den Raum angeguckt, der kurze Zeit später zum Ort des Geschehens werden sollte.

Prüfungsraum in der BNetzA Außenstelle Dortmund
Der Prüfungsraum in Dortmund

Hier lagen bereits die Prüfungsfragen auf den Tischen, zusammen mit Formelsammlungen und dem Blatt, auf dem die Antworten angekreuzt werden. Die ankommenden Prüfungsteilnehmer bekamen Kuchen und Kaffee, welcher netterweise von den Beamten der Bundesnetzagentur ausgegeben wurde. Langsam sammelten sich die Teilnehmer, dann ging es los. Die Teilnehmer wurden in den Prüfungsraum geführt. An den Tischen klebten seitlich Schilder, damit der Platz schnell gefunden ist. Zusätzlich gab es Namensschilder auf den Tischen. Ich saß vorne auf dem Platz des Beisitzer. Der Vorsitzende des Prüfungsauschusses erläuterte kurz die Pflichten der Funkamateure und das man natürlich nicht abgucken darf. Dann wurde es die nächsten Stunden sehr still im Raum.

Die Prüfungsbögen
Die Prüfungsbögen

Nach und nach kamen schließlich die ersten Teilnehmer nach vorne und tauschten ihren Prüfungsteil gegen den nächsten. Da fing dann schon die Korrektur an. Als schließlich alle fertig waren und ihre Prüfungen abgegeben hatten, wurde noch der Rest kontrolliert und die ganzen Formulare ausgefüllt. Nach drei abgefertigten Teilnehmern wurde das Ergebnis verkündet und weiter korrigiert. Die Rufzeichen konnten sofort beantragt werden. Am Ende musste noch die Prüfungsniederschrift unterschrieben werden und dann musste ich noch Fragen über den DARC beantworten. Es gab etwa 20 neue Funkamateure, was mich sehr gefreut hat.

 

Solltet ihr weitere Fragen haben: Immer her damit. 🙂

K-Klasse, Update vom Amateurfunk-Gesetz und so weiter…

“K-Klasse”

Wenn die neue “K-Klasse” kommt, dann wäre ich sehr erfreut. Die aktuell niedrigste Klasse E ist für einen Einsteiger zu schaffen, aber eine kleinere Klasse wäre doch wünschenswert. Insbesondere in AGs von Schulen ist es einfach nicht schaffbar, den ganzen Stoff in 45min. in ein paar Wochen im Jahr zu schaffen. Und es gibt interessierte Schüler, die gerne die Lizenz machen würden, denen die Klasse E ein wenig zu viel ist. Meiner Meinung nach sollte die “K-Klasse” folgende Punkte erfüllen:

  • Frequenzbereiche
    • UKW
    • die Hamnet-Bereiche 2,4 GHz und 5 GHz
    • kein Kurzwelle oder nur stark eingeschränkt
  • Betriebsparameter
    • max. 10W EIRP
    • Selbstbau muss erhalten bleiben
      • Es gibt das Argument, dass jemand der eine stark vereinfachte Prüfung absolviert nicht in der Lage wäre einen Sender aufzubauen. Erstens kann das nicht jeder, der die Klasse A hat und zweitens kann man auch mal jemanden fragen.
  • Prüfung
    • Die Technik sollte stark auf das wesentliche reduziert werden.
    • Bei der Betriebstechnik sollten überflüssige Fragen, beispielsweise mit Bezug zur Kurzwelle, weggelassen werden
    • Bei der Gesetzeskunde kann eventuell auch einiges wegfallen. Die max. 10W führen dazu, dass keine Selbsterklärung mehr notwendig ist. Die entsprechenden Fragen können wegfallen.

Änderungen beim Amateurfunkgesetz und so…

Zur Zeit gibt es Gespräche vom Runden Tisch Amateurfunk (RTA) mit dem Bundes-Verkehrsministeriums (BMVI) über die Änderung des Amateurfunkgesetzes.

Einige der besprochenen Punkte:

  • Funkamateure prüfen Leute, die es werden wollen (ähnlich wie in den USA)
  • Möglichkeit zur Verfolgung von Fehlverhalten durch Funkamateure
  • Reform der Gebührentatbestände mit dem Ziel der ausgewogeneren Verteilung von Gebühren für einzelne Verwaltungsakte
  • Interessant wäre auch, wenn die Rufzeichen durch die Funkamateure verwaltet würden

Die Prüfung durch Funkamateure und die Verwaltung durch ebendiese können der Verwaltung riesige Summen sparen und wären somit eine klassische Win-Win-Situation, da dann keine hohen Gebühren mehr anfallen würden.

In den USA läuft das mit der Prüfung so:

  1.  Ein Funkamateur lässt sich als “Volunteer Examiner” akkreditieren. Dazu wird ein OpenBook-Review gemacht. Dabei handelt es sich um einen Fragebogen zu dem Prüferhandbuch. (Die Akkreditierung habe ich erhalten, ich bin also Prüfer.)
  2. Für eine Prüfung sind mindestens drei Prüfer notwendig
  3. Alle Prüfer müssen bei dem gleichen “Volunteer Examiner Coordinator” akkrditiert sein.
  4. Prüfungen kosten etwa 15$ und man kann es sofort noch einmal versuchen, wenn man möchte.

Diese Ausführung ist nur sehr grob. Das alles ist noch ein bisschen komplexer.

 

Wie ist eure Meinung?

Amateur Radio in Germany – statistics

Hi there,

I have asked the Bundesnetzagentur (Federal Network Agency) for some statistics.

You can see the number of licensees decreasing from 2012 to 2014, but the number of examination increasing.
That’s because the old amateurs die and there are not enough young amateurs to keep constant the number of radio amateurs.

You can see that the number of training call signs (needed in Germany to let non-hams transmit) increasing. A few have learned, that it is important to get (and preserve) the youth. 🙂

Have fun with it! 🙂

(Please note that it is in German, but there are only a few words. With help of Google Translate you’ll be able to understand it.)

TeilnehmerzahlenimAFuD2012

TeilnehmerzahlenimAFuD2013

TeilnehmerzahlenimAFuD2014

4m-Amateurfunk-Band

Hallo,

wie ich auf der HamRadio in Friedrichshafen erfahren habe, wird die Bundesnetzagentur die Mitteilung 502 des Amtsblattes 12/2014 veröffentlichen.

Anmerkung: Die wollten es eigentlich nicht verraten. Ich habe aber geschickt gefragt… 🙂

Darin wird das 4Meter-Amateurfunkband nun endlich freigegeben.

Das Band geht von 70MHz bis 70,03MHz, also 30kHz breit. Es sind alle Betriebsarten (auch NFM!) bei einer maximalen Bandbreite von 12kHz erlaubt. Die erlaubte Sendeleistung liegt bei 25W EIRP. Im Gegensatz zum 6m-Band ist keine Standorterklärung notwendig.

Die Zuteilung fängt morgen am 02. Juli an und hört am 31. August auf. Sollte es keine Störungen geben, dann “wird die Zuteilung warscheinlich verlängert” (Zitat eines Bundesnetzagentur-Mitarbeiters). Da viele Funkamateure keine Technik für das 4m-Band haben, da es bisher noch nicht freigegeben war, werden die Störungen warscheinlich ausbleiben.

Das einzig unschöne: Es wird eine Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst der Klasse A benötigt.

 

Die Zuteilung (pdf): Amtsblatt Mitteilung Nr 502

Amerikanische Amateurfunklizenz anerkennen lassen

Im Internet fand ich nichts genaues zur Anerkennung meiner amerikanischen Amateur Radio License, also musste ich selbst etwas bloggen.

Als erstes muss man, frühestens ein paar Tage nach der Prüfung, die Lizenzurkunde haben. Die kann man sich als Reference Copy im Universal Licensing System [1] herunterladen und ausdrucken.
Am besten schon vor der Prüfung registrieren. Vergesst nicht, euch für die Prüfung die FRN zu notieren, welche ihr bei der Registrierung bekommt. So können dann die Datensätze verknüpft werden und ihr könnt eure Daten jederzeit ändern. Die Reference Copy reicht, die eigentliche Urkunde wird nicht benötigt.

Nun benötigt man das Formular auf Anerkennung einer ausländischen Amateurfunkprüfung [2].
Das wird ausgefüllt und mit einer Kopie der amerikanischen Lizenz, des Personalausweises oder Reisepasses (und falls nötig der Eltern!) an die Bundesnetzagentur geschickt.

Ich bekam nach einer Woche (!) meine deutsche Zulassung inklusive Zahlungsaufforderung von 200 € zugesandt. Normalerweise sollte man dafür ungefähr drei Wochen einplanen.

Die Kosten sind 130 € für das Anerkennen (die tippen es in ihren Computer) und 70 € für das Rufzeichen (die drucken es wieder mit deutschem Rufzeichen aus), was schon sehr teuer ist.

So kommt man an seine Reference Copy

Ins ULS [1] einloggen. Die Lizenz auswählen. Nun auf Reference Copy klicken.

So wird das Formular richtig ausgefüllt

 

EDIT:  06. September 2016: Titel von “Amerikanische Amateurfunklizenz umschreiben” in “Amerikanische Amateurfunklizenz anerkennen lassen” geändert.

EDIT: 13. Dezember 2020: Verbesserter Schreibstil, Typos von vor sieben Jahren gefixt.

DC7IA

Wie bereits im Seitentitel und der Überschrift zu lesen, habe ich jetzt mein deutsches Rufzeichen DC7IA zugeteilt bekommen.
Am 06. September habe ich den Antrag auf Anerkennung meiner amerikanischen Lizenz (ich berichtete) in den Postkasten geworfen und somit abgeschickt.

Am 12. September war es dann so weit. Nach knapp einer Woche war mein Rufzeichen endlich da. Dabei heißt es sonst immer, die Beamten der BNetzA brauchen besonders lange.. 🙂

Amateurfunklizenz – Upgrade gemacht

Am 27. August habe ich mein Lizenzupgrade von der amerikanischen Lizenzklasse General auf Extra gemacht. Nachdem am 04. September das Upgrade online in der FCC-Datenbank war, habe ich mir gleich die Reference Copy ausgedruckt und den Antrag auf Zuteilung eines Personen gebundenen Rufzeichens der Klasse A and die Bundesnetzagentur geschickt.
Mal schauen, wie lange die Beamten dort für die Bearbeitung brauchen. Wenn dann die Lizenz angekommen ist, darf ich endlich mit dem Sendebetrieb anfangen.

Die amerikanischen Lizenzklassen, und ihre Entsprechungen, sind:

  1. Technician – wird in DL nicht anerkannt
  2. General     – Entspricht der Einsteigerklasse E
  3. Extra         – Entspricht der Erweiterten Klasse A ( A wie Advanced)

Die Bundesnetzagentur möchte 130 Euro für das annerkennen der ausländischen Prüfung haben und 70 Euro für das Rufzeichen und die LIzenzurkunde. Das ist natürlich viel Geld, aber wenn ich die deutsche Prüfung für 80 Euro und Rufzeichen für 70 Euro gemacht hätte, dann wären das noch etwa 150 Euro und für den Zug müsste ich auch noch etwas rechnen und ich hätte nicht den Vorteil, in praktisch jedem Land der Welt eine Gastlizenz zu bekommen.

Die USA akzeptieren soweit ich weiß auch keine deutsche Lizenz für den Gastbetrieb, soweit man eine deutsche Lizenz hat. Somit muss ich dort mit meinem amerikanischem Rufzeichen senden.

 

Amerikanische General bestanden

Ich habe am 01.06. meine amerikanische Amateurfunklizenz der Klasse “General” bei den Antennentagen des OV Werl (O49) des DARC bestanden.

Jetzt darf ich mein amerikanisches Rufzeichen ( KK4RVI ) nur in Deutschland nicht benutzen, da ich hier einen Wohnsitz habe.
Ich muss meine bestandene Prüfung in Deutschland anerkennen lassen und mir ein deutsches Rufzeichen zuteilen lassen.

Vorteil der amerikanischen Afu-Lizenz ist unteranderem, dass sie in fast jedem Land anerkannt wird.

Bis ich dann mein deutsches Rufzeichen habe, werde ich mich damit vergnügen, über das Relais DB0HAT in Hamm zu hören. 🙂

Demnächst folgt ein weiterer Artikel, wenn ich die Klasse Extra erreicht habe.